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Heidelbeeren

4. Juli 2011 | Von simone

Heidelbeere in HeidelbeerenWas ist eigentlich dran an dieser kleinen Waldfrucht, die unsere Zunge beim Verzehr so blau macht wie Käpt’n Blaubärs Rumnase, und die wohl auch deswegen mancherorts Blaubeere genannt wird?

Die Zeit ist wieder reif für Heidelbeeren, genauso so reif wie dieselbe uns alljährlich ab Juli aus dem Supermarktregal, vom Wochenmarktstand oder direkt vom Strauch entgegenlacht. Sie ist nicht unbedingt der Superstar unter den Waldbeeren, eher ein Nebendarsteller, mit Charaktereigenschaften allerdings, die es in sich haben.

Wissenswertes

Zunächst ein Hinweis: Neben der bei uns heimischen Waldheidelbeere Vaccinium myrtillus spielt in der Obstproduktion die aus Nordamerika eingeführte und in heimischen Gefilden seit etwa 1930 gezüchtete Kulturheidelbeere eine immer stärkere Rolle. Diese amerikanische Heidelbeere ist etwa doppelt so groß wie die Waldheidelbeere, weist gegenüber dem heimischen Vertreter allerdings starke geschmackliche Defizite auf. Außerdem enthalten Schale und Fruchtfleisch den blau machenden Pflanzenfarbstoff Anthocyan in viel geringerer Konzentration und verfärben somit Zähne, Zunge und Lippen nicht so stark.

Kulinarik

Kulinarisch betrachtet handelt es sich bei der Heidelbeere um eine äußerst vielseitige Frucht, die in den verschiedensten Formen zu sich genommen werden kann. Besonders gut schmeckt sie natürlich roh, entweder Beere für Beere einfach so zwischendurch oder als blauer Farb- und Geschmackstupfer in Obstsalaten oder Fruchtjoghurts. Der leicht säuerliche „Wildgeschmack“ der Waldheidelbeere macht unter Umständen für verwöhnte Gaumen eine Prise Zucker vonnöten. Durch die besonders gute Gelierfähigkeit des Saftes der Heidelbeere lassen sich daraus aber auch ausgezeichnete Marmelade, Gelees und Kompotte zubereiten. Und Heidelbeereis ist im gut sortierten Eissalon sowieso ein Muss. In der Aufbewahrung ist die Frucht pflegeleicht. Im Kühlschrank sind ungewaschene Heidelbeeren durchaus eine Woche lang haltbar.

Zubereitung & Gesundheit

Ob roh oder gekocht, die Inhaltsstoffe der Heidelbeere sind ein wahrer Jungbrunnen für den Körper. So ist die Beere reich an Vitaminen und Mineralstoffen, vor allem am das Immunsystem stärkenden Vitamin C, an Magnesium, Kalzium, Eisen und Phosphor. Alzheimer hemmende Eigenschaften werden ihr ebenso nachgesagt wie eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs oder diverse Augenleiden. Die natürlich in der Frucht vorkommenden Antioxidantien bekämpfen überdies wirkungsvoll freie Radikale. Vor allem im Sommer sollte die Heidelbeere also unbedingt auf jedem gesundheitsbewussten Speiseplan stehen.

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